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Hier finden Sie Lyrics und Filme, die unsere Meinung wiederspiegeln.


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uch wenn der Kalte Krieg schon lange vorbei ist, gibt es Momente voller Hoffnung aus dieser Zeit, die wir niemals vergessen werden. Dazu gehört z. B. Billy Joels unsterblicher Klassiker "Leningrad", der bei vielen auch heute noch Gänsehaut verursacht.

Die Berliner Mauer war damals ein Symbol des Kalten Krieges, das uns den Blick auf die Herzen der Menschen auf der anderen Seite verwehrt hat. Die Regierungen auf beiden Seiten machten sich das lange Zeit zu Nutze und versorgten uns mit haarsträubenden Feindbildern. Billy hätte die Politiker wohl am liebsten schon damals auf den Mond geschossen. Er singt nämlich im folgenden Lied von einer persönlichen Erfahrung während des Kalten Krieges, die ihn von seiner Gehirnwäsche befreit hat. Als die Mauer dann gefallen war, machten viele eine ähnliche Erfahrung: Jene, die man ein Leben lang für Feinde gehalten hatte, waren plötzlich unsere besten Freunde.

Ein "politisch inkorrekter" Vergleich,
der zutreffender nicht sein könnte.

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Leider hat man heutzutage wieder vergessen, dass Billys Botschaft zeitlos war und auch auf viele aktuelle Konflikte anwendbar ist. Es weht wieder ein kalter Wind in der politischen Landschaft: Für Lieder wie "Leningrad" gibt es leider kaum noch vergleichbare Nachfolger. Auch die Hoffnung wie in den 80er Jahren, dass sich etwas zum Positiven ändert, haben viele schon lange nicht mehr. Stattdessen werden wir von unseren Politikern wieder regelmäßig mit Feindbildern "gefüttert", diesmal über "mutmaßliche Araber". Sogar eine Mauer hat man an anderer Stelle wieder aufgebaut - in Palästina. Erwartungsgemäß hatte die Rotgrüne Regierung im Jahre 2003 dabei ganz schön die Hosen voll. Sie konnte sich in der betreffenden UNO-Resolution nicht entscheiden, ob Mauern, die Menschen voneinander trennen, nun "nützlich" seien oder nicht. So hätte sich ein gewisser Herr Honecker sicherlich das Paradies vorgestellt...

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Die Geschichte lehrte uns jedoch etwas Anderes: "Betonschädel" mit Schlips haben es in Deutschland nicht geschafft, Menschen auf Dauer voneinander zu trennen, und sie werden es ganz sicher auch nicht in Palästina schaffen. "Wir sind das Volk" schon seit 1989 und im nahen Osten geht es sogar um zwei Völker. Diese haben wohl noch einen langen Weg vor sich: Die israelische Regierung muss einerseits lernen, dass "Rambomethoden" nicht den Frieden bringen. Die Palästinenser hingegen müssen erkennen, dass Terror keine akzeptable Grundlage für die Gründung eines eigenen Staates ist. Doch immer mehr Menschen haben einen Traum, der einmal Tageslicht sehen könnte: Eines Tages werden Israelis und Palästinenser auf der Mauer miteinander tanzen, und dann wird sich niemand mehr über "Betonschädel" ärgern :o)

Und hier können Sie sich das Meisterstück auch anhören:

Billy Joel auf MyVideo

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Interpret: Billy Joel

Lied: Leningrad

Album: Storm Front

Jahr: 1989

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Viktor was born in the spring of '44
And never saw his father anymore
A child of sacrifice, a child of war
Another son who never had a father after Leningrad
Went off to school and learned to serve the state
Followed the rules and drank his vodka straight
The only way to live was drown the hate
A Russian life was very sad
And such was life in Leningrad

I was born in '49
A cold war kid in McCarthy time
Stop 'em at the 38th Parallel
Blast those yellow reds to hell
And cold war kids were hard to kill
Under their desk in an air raid drill
Haven't they heard we won the
war?
What do they keep on fighting for?

Viktor was sent to some Red Army
town
Served out his time, became a circus clown
The greatest happiness he'd ever found
Was making Russian children glad
And children lived in Leningrad

But children lived in Levittown
And hid in the shelters underground
Until the Soviets turned their ships around
And tore the Cuban missiles down
And in that bright October sun
We knew our childhood days were done
And I watched my friends go off to war
What do they keep on fighting for?

And so my child and I came to this place
To meet him eye to eye and face to
face
He made my daughter laugh, then we embraced
We never knew what friends we had
Until we came to Leningrad
Viktor wurde im Frühling '44 geboren
und sah nie mehr seinen Vater.
Ein Kind der Not und des Krieges,
noch ein Sohn, der nach Leningrad nie einen Vater
hatte.
Er ging zur Schule und lernte, dem Staat zu
dienen.
Er befolgte die Regeln und trank seinen Wodka
pur.
Der einzige Weg zu leben war, seinen Hass zu ertränken.
Das russische Leben war sehr traurig,
und so war das Leben in Leningrad.

Ich wurde '49 geboren,
ein Kind des kalten Krieges in der McCarthy-Zeit.
Stoppt sie am 38. Breitengrad,
schickt diese gelben Roten zur Hölle.
Kinder des kalten Krieges waren schwer zu töten,
unter ihren Tischen während des Luftalarms.
Haben die nicht gehört, dass wir den Krieg gewonnen haben?
Wofür kämpfen die denn noch?

Viktor wurde in eine Garnisonsstadt der Roten Armee geschickt,
diente seine Zeit und wurde Zirkusclown.
Das größte Glück war für ihn,
russische Kinder glücklich zu machen,
und Kinder lebten in Leningrad.

Aber Kinder wohnten auch in Levittown
und verbargen sich in Luftschutzräumen,
bis die sowjetischen Schiffe umkehrten
und die Raketen auf Kuba abgebaut wurden.
Und in jenen strahlenden Oktobertagen
bemerkten wir, dass unsere Kindheit vorbei war.
Ich sah meine Freunde in den Krieg ziehen.
Wofür kämpfen sie nun noch?

Und dann kamen mein Kind und ich zu diesem Ort,
um ihm Auge in Auge und von Gesicht zu Gesicht gegenüberzustehen.
Er brachte meine Tochter zum Lachen, dann umarmten wir uns.
Wir wussten nicht, was für Freunde wir hatten,
bis wir nach Leningrad kamen.

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