key.gif

flashvortex3b.swf



Hier finden Sie Lyrics und Filme, die unsere Meinung wiederspiegeln.


.


Film: Eine Unbequeme Wahrheit

Orginaltitel: An Inconvenient Truth

Regie: Davis Guggenheim

Genre: Dokumentation

Land: USA

Jahr: 2006


Inhalt:

ls George W. Bush im Januar 2001 durch Wahlbetrug an der farbigen Bevölkerung Floridas zum 43. US-Präsident vereidigt wurde, war wohl den meisten Menschen in der Welt klar, dass die USA hier eine große Chance vertan hatten. Sein damaliger Gegner war nämlich Al Gore, der für sein besonderes Arrangement für den Umweltschutz bekannt ist. Seine Motivation für diese Sache kommt daher, weil er den ersten Wissenschaftlern, die Vorträge über den Treibhauseffekt gehalten hatten, besondere Beachtung schenkte, während sie in der Öffentlichkeit noch verspottet wurden. Doch Al wirkte mit seinem Idealismus und einem unglaublichen Antrieb diesem Spott entgegen und veröffentlichte seit den frühen 90er Jahren immer wieder Bücher und Schriften zu diesem Thema. Im Jahre 2000 versuchte er mit zahlreichen Vorträgen in vielen Städten der USA und anderen Teilen der Welt ein ganz neues Umweltbewusstsein zu bewirken.

Zwar stieß Al bei den meisten Menschen auf Gehör, aber aufgrund des Wahlbetrugs war es der neokonservativen Lobby (vor allem aus der Ölwirtschaft) in den USA immer noch möglich, dass Problem im Bewusstsein der Menschen in Zweifel zu ziehen. Gegen Al Gore gab es außerdem eine gezielte Rufmordkampagne von einer Scheinfirma namens "Tennessee Center for Policy Research". Seine Sprecherin Kalee Kreider erklärte hierzu: "Wenn die Leute Botschaften wie die über globale Erwärmung nicht mögen, greifen sie den Boten an." Aufgrund von Verbindungen zu konservativen Kreisen in Europa erreichte es George Bush somit, dass auch dort der Klimawandel von Teilen der Bevölkerung lange Zeit nur halbherzig zur Kenntnis genommen wurde. Dabei schreckte die US-Regierung weder vor der Streuung von Desinformationen an die Medien, noch vor der Verfälschung von wissenschaftlichen Studien und zu guter Letzt noch nicht mal vor der Vernichtung von Existenzgrundlagen aufrichtiger Wissenschaftler zurück. Hierzu verrät uns Al, dass es Politiker in der US-Regierung gibt, bei denen die Höhe des Gehalts die politische Gesinnung und das Handeln bestimmt...

Doch der Film macht uns unmissverständlich klar, dass die globale Erwärmung ein Problem ist, dass uns alle angeht. Sie verursacht dramatische Lebensraumveränderungen für Tiere, was zum Beispiel das Aussterben der Eisbären zur Folge haben kann. Doch auch der Mensch kann davon betroffen sein, wenn in seinem Lebensraum plötzlich neue Tierarten auftauchen, die auf der Suche nach neuen Nahrungsquellen sind. Außerdem ist der Mensch in bestimmten Regionen jetzt schon von Trinkwasserknappheit und Überschwemmungen betroffen. Sollte es passieren, dass die Eismassen von Grönland schmelzen, würde das Überschwemmungen zur Folge haben, von denen Millionen Menschen betroffen sind. Küstenregionen wie Los Angeles, Florida, New York, Holland oder Südasien würden dann komplett unter Wasser stehen. Dazu gebe es unvorhersehbare Folgen und Konflikte, die Flüchtlingsströme verursachen würden. Einige der Folgen unserer gedankenlosen Ausbeutung der Mutter Erde können nicht mehr rückgängig gemacht werden. Doch wenn wir jetzt unser Möglichstes tun, kann das Schlimmste noch verhindert werden, um die Umwelt für unsere Kinder zu erhalten. Diese Botschaft versucht der Film zu vermitteln, und dafür steht Al Gore mit seinem Namen.

Bewertung:

Da das Thema des Films ein globales ist, richtet sich seine Erzählweise vor allem an den Durchschnittsamerikaner bzw. bei uns an den Otto Normalverbraucher. Teilweise bereits bekannte Fakten werden hier noch mal einprägsam geordnet und in Form von Bildern, Geschichten aus der Welt, dem Weltall und dem Leben von Al Gore vorgetragen. Die Erzählweise ist unaufdringlich, sachlich, aufgrund der vorgetragenen Fakten sehr überzeugend und durch gelungenen Humor sogar nie langweilig. Von manchen Leuten wurde Al dafür kritisiert, den Film zur Selbstdarstellung und das Thema als eine Wahlkampfvorlage zu missbrauchen. Ich halte den Einbezug von Stationen aus seinem Leben jedoch für berechtigt, da jene Ereignisse seine persönliche Entwicklung und die Verflochtenheit in sein Anliegen zeigen. Außerdem versucht er mit einem leidenschaftlichen Appell an die Aufrichtigkeit, Wertvorstellungen und die Ethik, die in jedem Menschen vorhanden sind, uns für eine gemeinsame Zielsetzung zu gewinnen.

Fazit:

Den meisten Menschen fällt es schwer, Gewohnheiten zu ändern bzw. ihre Irrtümer einzugestehen. Lieben wir die Farce? Zu gerne hätten wir die bequemen Lügen geglaubt, dass z. B. der CO2-Ausstoß nichts mit der Erderwärmung zu tun habe. Doch die Fakten sind selbst dann noch da, wenn sie verdrängt oder beiseite geschoben werden. Dieser Film möchte uns zurück in die Wirklichkeit holen und uns dazu bringen, Probleme endlich anzupacken. Zu lange haben wir globale Lügen geglaubt, dass sich mit dem letzten G8-Gipfel alles ändern würde. Zu naiv haben wir den falschen Leuten vertraut, dass sie die Beschlüsse des Bali-Gipfels vom 15. Dezember 2007 ernst nehmen würden. Bereits wenige Stunden später kam die Distanzierung aus Washington. Doch brauchen wir Extrawürste, die Probleme, für die es bereits zu spät ist, erst in fünf Jahren anpacken wollen oder vielleicht sogar nie? Wenn ich von wir spreche, meine ich nicht die Deutschen oder Europa, sondern alle Menschen auf diesem Planeten. Wenn wir etwas richtig machen wollen, dann darf es keine Gewinner oder Verlierer geben. Dann muss es allen nützen. Jeder kann seinen Teil dazu beitragen, hier und jetzt!

Al Gore hat das schon zu seiner Studienzeit erkannt. Er war ein Vordenker. Daher wurde er dieses Jahr zurecht mit dem Friedensnobelpreis und mit dem Oscar ausgezeichnet. War er zu gut für das Weiße Haus? Oder wir noch nicht reif für ihn??

Wenn wir es gemeinsam schaffen, unseren blauen Planeten so schön zu erhalten, wie er am 24. Dezember 1968 mit Apollo 8 zum ersten mal im Weltraum fotografiert wurde, dann wäre das die höchste Auszeichnung für uns alle...

Herzlichst
Ihr Punisher


Quellen

Artikel bei Freitag vom 08.12.2000

Artikel bei The Guardian Online vom 29.01.2001

Artikel bei Seeing The Forest vom 01.03.2007

Artikel beim Spiegel vom 16.12.2007

http://de.wikipedia.org/wiki/Al_Gore


Titelsong aus dem Film:

Melissa Etheridge - I Need To Wake Up

Hätte Al den Film bereits 1975 gedreht, wäre das vielleicht der Titelsong geworden:

Harold Melvin & The Blue Notes - Wake Up Everybody

1968.jpg

Valid XHTML 1.1

Valid CSS!



Besucher seit dem 21.02.2009