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Hier finden Sie Lyrics und Filme, die unsere Meinung wiederspiegeln.


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ass einigen US-Amerikanern in so manchem Bundesstaat die Waffe recht locker im Gürtel sitzt, dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben. Somit bedeutet auch Florida nicht immer nur Sonnenschein, was die Lockerung der Waffengesetze vom 1. Oktober 2005 zeigt: Dort wird die Frage über Leben und Tod seit dem durch den Slogan "Ziehen Sie zuerst" bestimmt. Als angemessener Grund wird hierbei schon das Betreten eines privaten Grundstücks angesehen oder sich bedroht fühlen "im weiteren Sinne". Ganz klar, dass "Hohlbirne" Bush das Gesetz gebilligt hat, und die Waffenlobbyisten der National Rifle Association (NRA) "in geistiger Umnachtung" bei diesem Gesetz mitgewirkt haben. Da bei Gouverneuren in den USA selten ein Durchgeknallter allein kommt, hatten sich auch prompt 14 weitere US-Bundesstaaten gefunden, um den "Wilden Westen" in seiner vollen Blüte wieder auferstehen zu lassen. Die Tourismusbranche ist seit dem besorgt über den Ruf Floridas, der aber durch den Elektrischen Stuhl und dem Stimmzettelbetrug von George Bush bei der Präsidentschaftswahl 2000 auch schon so im Eimer ist...

Die Folgen des "seitenverkehrten" US-Systems von Sicherheit sind zahlreiche Massaker an Schulen wie jene 1999 in Colorado, 2005 in Minnesota, 2006 in Pennsylvania und 2007 in Virginia. Der neuste Fall vom 14. Februar 2008 an einer Universität in Illinois lässt den US-Bürgern erneut das Blut in den Adern gefrieren.

Der schwer bewaffnende Schütze versetze einen Hörsaal von 140 Leuten in lodernde Panik, die unter Todesangst auf allen Vieren das Weite suchten. Der Täter schien seine Opfer gezielt auszuwählen und erschoss sich am Ende wie in zahlreichen ähnlichen Fällen selbst. Seine traurige Bilanz: Sechs Tode und mindestens 16 Verletzte.

Hier hat man es mal wieder mit einem Studenten zu tun, der bis dahin in keiner Weise unangenehm aufgefallen war. Er soll niemals etwas mit der Polizei zu tun gehabt haben und sogar mit Auszeichnungen Soziologie mit dem Schwerpunkt Kriminologie studiert haben. Er war außerdem stellvertretender Vorsitzender der studentischen Vereinigung für Strafjustiz.

Bereits zwischen dem 7. und 12. Februar hatte es in Ohio, Louisiana, Tenneesee und Kalifornien weitere Schießereien an US-Schulen gegeben. Bei diesen Vorfällen mussten insgesamt vier Menschen ihr Leben lassen. Die Öffentlichkeit ist empört und diskutiert wird viel. Doch im Schatten der scheinheiligen Betroffenheit der US-Politiker und Waffenlobby bleibt alles beim Alten...

Natürlich ist man auch in Europa und anderen Teilen der Welt schockiert und nimmt Anteil an diesen Vorfällen. Mit Ausnahme von einem: "Sicherheitsguru" Wolfgang Schäuble... Nicht nur, dass er "im Namen der Sicherheit" Abschüsse von Passagierflugzeugen plant und den ersten Orwellstaat auf bundesdeutschem Boden errichten will. Manchmal kommen ihm auch so "glorreiche" Ideen wie großkalibrige Waffen nun auch Teenagern ab 18 zugänglich machen zu wollen. Waren ihm 17 Tode in Erfurt am 26. April 2002 etwa nicht genug? Anscheinend sind die US-Neocons in jeder Beziehung sein Vorbild, was bei mir so langsam die Frage aufwirft, ob Schäuble mit seiner Politik nicht selbst ein Sicherheitsrisiko ist. Zuerst hatte Schäubles Ministerium uns "anschaulich" erklärt, dass nach Erfurt das Heraufsetzen des Mindestalters für großkalibrige Waffen auf 21 rein gar nichts gebracht hätte. Wann hätte es denn etwas gebracht? Wenn sich Erfurt wiederholt hätte? Bestechende Logik! Trotzdem wollte Schäubles "kleiner Horrorladen" allen Ernstes das Alter wieder auf 18 herabsetzen. Doch wir haben gerade noch einmal Glück gehabt: Nachdem es von allen Seiten heftige Kritik gehagelt hatte, zog Schäuble seinen Vorschlag wie ein "verlegener Pudel" wieder zurück. Merkel hat damit natürlich nichts zu tun, weil sie schon zu DDR-Zeiten wusste, dass es eine treudoofe "Ja-Sagerin" im Lande am Weitesten bringt... Schäuble ruderte also ganz einfach deshalb zurück, um die Bevölkerung vorläufig zu beruhigen, so dass er wenigstens sein "Blair Witch Project" (Überwachungskameras + Co.) in unseren Wohnungen installieren kann. Außerdem ließ er die Gelegenheit nicht ungenutzt, uns zu erklären, dass sein Rückzieher natürlich nichts mit öffentlichem Druck zu tun habe. Es sei vielmehr seine "einzigartige Vernunft", die er "in unserem Interesse" vor ein einheitliches EU-Waffenrecht gestellt habe. Sein Ministerium spielte die Sache schließlich zu einem "Gesprächsangebot" herunter und versuchten ihre Köpfe mit dem Satz "Wenn politische Vernunft Raum greift, ist das immer ein Gewinn für unser Haus" aus der Schlinge zu ziehen.

Alles klar, nun wissen wir, was Sache ist: Die Vernunft ist esoterisch gesehen ein Raum außerhalb des Innenministeriums :o)

MC Solaar ist ein französischer Rapper, dessen Eltern aus dem Tschad stammen. Durch seine Kreativität bei harten, aber jazzigen Beats, die er gelegentlich auch bei Gurus Jazzmatazz unter Beweis stellt, und sein philosophisches Fingerspitzengefühl hat er den französischen Hip Hop in ganz Frankreich populär gemacht. Da seine Leitung etwas kürzer ist wie die unseres Innenministers, ist er auch ohne Umwege zum dem Schluss gekommen, dass ein lockerer Umgang mit Waffen kein Weg in eine sichere Gesellschaft ist. Daher hat er sich im Jahre 2001 auf seinem Album "Cinquieme As: Fifth Ace" mit dem Lied "Arkansas" dem Thema angenommen. Es erzählt die Geschichte eines fiktiven Massakers an einer US-Schule mit einem zugespitzten, besonders makabren Detail. Das könnte die Zukunft bedeuten, wenn einige Menschen ihre Einstellung zur persönlichen Sicherheit nicht ändern...

Zu guter letzt frage ich mich, was ist das für eine Gesellschaft, in der Leistungsdruck, Mobbing, zerrüttete Familienverhältnisse und Gewalt (auch von Seite des Staates) zum Normalzustand geworden sind? In was für einer Welt leben wir, in der die meisten sich nur für ihren Vorteil interessieren und das Recht des Stärkeren immer noch vorherrschend ist? In einer Zeit, in der manche Menschen den Tod als einzige Möglichkeit sehen, um frei zu sein, sollten wir da nicht so langsam neue Wege gehen? Ich habe von unseren "großen" Politikern und von unseren "großen" Journalisten so oft gehört und gelesen, dass wir mit Vertretern bestimmter Meinungen und Angehörigen bestimmter Weltanschauungen nicht reden sollen. Ich denke aber, dass es hinter jeder Gesinnung einen Menschen gibt, mit dem man nicht selten auf einen Nenner kommen kann. Würde man das umsetzen, gebe es auch für verzweifelte Menschen Hilfestellungen, Perspektiven und Lösungen. Daher denke ich, dass ein "Hallo" manchmal ein Leben retten kann...

Herzlichst
Ihr Punisher


Quellen

Artikel bei der Rheinischen Post vom 10.08.2006

Artikel beim Spiegel vom 03.09.2007

Artikel beim Spiegel vom 15.02.2008

http://de.wikipedia.org/wiki/MC_Solaar




Interpret: MC Solaar

Lied: Arkansas

Album: Cinquieme As: Fifth Ace

Jahr: 2001

Übersetzt von Kafk und Punisher

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À l'âge de six ans. Mon cadeau de Noël
Une arme en plastique réplique industrielle.
Il y a des guirlandes partout dans la maison.
Je remercie Santa Clauss, parce qu'il a été bon
À l'âge de sept ans. Il m'en fallait une autre.
Malheureusement, je l'ai trouvée À qui la faute.
J'étais dev'nu expert dans le tir instinctif.
Entendre toutes ces détonations était mon seul kif.
Pour moi l'avenir était au bout de mon canon
Mon père avait des armes et on tirait devant la maison
Sur des bouteilles vides comme dans les films
de John Ford
Et comme je visais juste, j'ai eu la
garde-robe
Un treillis camouflage et puis des bottes de pluie
Armes automatiques revolver et uzi
Fusil d'chasse, Fal, Glock
Un jour de bon matin, j'ai tiré sur le coq.
Puis dans la cour de l'école je m'embrouille
avec une fille
Quand j'y pense aujourd'hui. C'était des broutilles
Pour me venger. J'prérare une opération.
Ouvre le garage sélectionne des munitions.
9 heures du matin on se place devant
l'école
Avec mon pote John. On patiente on boit de
l'alcool
Tapis dans les feuillages j'attends la
sonnerie
Avec un genou À terre non c'est pas des conneries
Porté par l'adrénaline. J'arme la M 16
Rafale de balles. J'ai eu ma première
victime
John a l'fusil À lunette. C'est comme un
jeu
"Tiens je te vends un feu. Tu fumes qui tu
veux"
On est en Arkansas. Mon père dit sans cesse c'est sensas.
Port d'armes. Il aime les actions sans schlass.
Deux morts. Onze blessés CNN parlant
De moi Steve Carter. Enfant de huit ans.
Mein Weihnachtsgeschenk mit sechs Jahren
war eine Plastikwaffe, eine industrielle Nachbildung.
Überall im Haus die Girlande Dekoration.
Danke, Santa Klaus, dass du so gut zu mir warst.
Als ich sieben Jahre alt war, brauchte ich eine andere.
Leider hatte ich eine gefunden. Wer war schuld daran?
Ich war beim instinktiven Schießen Experte geworden.
Waffeneinschläge zu hören waren meine einzige Stimulation.
Meine Zukunft lag im Lauf eines Gewehres.
Mein Vater hatte Waffen und wir
schossen
vor dem Haus auf leere Flaschen wie in John Ford
Filmen.
Da ich so gut Zielen konnte, habe ich die Garderobe bekommen:
Soldatenkampfanzug und
Regenstiefel.
Automatische Waffen, Revolver und Uzi.
Jagdgewehr, Fal, Glock.
Eines Morgens habe ich einen Hahn abgeknallt.
Im Schulhof habe ich mich dann mit einem Mädchen
gestritten.
Wenn ich heute darüber nachdenke, es war
belanglos.
Um mich zu rächen, bereitete ich einen Einsatz vor.
Ich öffnete die Garage und wählte Munition.
Um 9 Uhr morgens standen mein Freund John und ich vor der Schule.
Wir warteten und tranken
Alkohol.
Hinter einem Busch versteckt, wartete ich auf die Klingel.
Mit einem Knie auf den Boden, es war kein
Scherz.
Voll mit Adrenalin lade ich meine M16 durch.
Im Donner von Kanonenfeuer hatte ich mein erstes
Opfer.
John hatte die Waffe mit Fernrohr. Es war wie ein Spiel.
"Hier, ich verkaufe dir ein Geschoss. Knall ab, wen du willst."
Wir sind in Arkansas. Mein Vater sagt immer, es ist
fantastisch
Waffen zu tragen. Er liebt eiskalte Aktionen.
Zwei Tode, elf Verletzte, CNN berichtete über mich.
Steve Carter, ein achtjähriger Junge.

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