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Film: The War Within

Orginaltitel: The War Within

Regie: Joseph Castelo

Genre: Drama

Land: USA

Jahr: 2005


Inhalt:

nde der 70er Jahre erlebte der kritische Politthriller nicht zuletzt durch die RAF-Ära ihren Höhepunkt. Nach dem 11. September 2001 war das Thema Terrorismus erneut in aller Munde. Schon kurze Zeit später stützte der ehemalige US-Präsident George W. Bush mit seiner kopflosen "Antiterrorpolitik" die westliche Welt und ihre Geheimdienste in einen moralischen Abgrund. Das war für kritische und innovative Regisseure Grund genug, das Chambre neu zu beleben, um auf die Schattenseiten der "Anitterrorpolitik" aufmerksam zu machen. Einer dieser Regisseure war Jospeh Castelo mit seinem Independent-Film "The War Within". Er erzählt die Geschichte des politisch eher desinteressierten Hassan, der in Paris auf offener Straße in einen pakistanischen Folterkeller verschleppt wird. Dort wird er von den US-Amerikanern über die mutmaßliche Terroranschläge seines Bruders verhört. Nach seiner Gefangenschaft hat Hassan drei Jahre Erniedrigung und Folter hinter sich, während sein Bruder ohne den Beweis seiner Schuld ermordet wurde. Hassan wurde außerdem ständig eingeredet, dass er ein Terrorist sei. An Terror hatte er bis dahin aber nicht einen Gedanken verschwendet. Sein Trauma lässt ihn allerdings jede Nacht in den Folterkeller zurückkehren. Langsam wächst der Hass auf seine Peiniger, während ihn die Trauer über den Tod seines Bruders innerlich zerreißt. Hassan geht zunächst als Ingenieur in die USA und findet dort Unterschlupf bei einem alten Schulfreund und dessen Familie, die den amerikanischen Traum leben. Sie kannten Hassan in seiner Jugend als glücklichen Menschen, der Duran Duran gehört hat und der westlichen Welt gegenüber aufgeschlossen war. Während Hassan sich wieder an diese glücklichen Tage erinnert und seine Zuneigung zu seinem Freund und dessen Familie wächst, sind die Narben auf seiner Seele aber leider zu tief. Hin und her gerissen zwischen zwei Welten, beginnt er seinen eigenen inneren Krieg zu führen. Am Ende fehlt ihm trotz des Rückhalts seiner Freunde die Kraft und die unheilvolle Prophezeiung seiner Folterknechte beginnt sich von selbst zu erfüllen...

Bewertung:

Obwohl "The War Within" eine fiktive Geschichte ist, wirkt die Machart viel realistischer, wie man es bei den üblichen Hollywoodschinken gewohnt ist. Dieser Effekt wird durch eine Erzählweise erzielt, die sich stets in der Nähe zum Hauptdarsteller befindet. Alleine durch diesen gewagten Blickwinkel, hebt sich der Film deutlich vom Mainstreamkino ab. Doch nicht nur das: Die Schauspieler sind keine Stars, aber authentisch und brillant. Wer hier ein Feuerwerk an Effekten oder abgestumpfte Klischees erwartet, wird schnell eines Besseren belehrt. Statt einer reißerischen Aufmachung ala Bruce Willis und der gewohnten Schwarzweiß-Malerei Hollywoods, sieht man hier ein düsteres und intellektuelles Drama mit viel Einfühlungsvermögen. Leider entstand wohl gerade dadurch ein Film, der beim Publikum nur auf mäßiges Interesse gestoßen ist, da er auf Differenzierung und soziales Bewusstsein setzt.

Fazit:

Was die Medien nicht zeigen können bzw. nicht zeigen wollen, vermittelt der Film "The War Within". Endlich mal ein Film über das immer noch aktuelle Thema Terrorismus, der keiner Lobby zugeordnet werden kann.

Wer nun denkt, dass es sich hierbei um eine realitätsfremde Parteinahme für den Islam handelt, sollte sich das Schicksal von Khaled al-Masri vor Augen führen. Der deutschstämmige Libanese wurde für Monate unschuldig in Mazedonien in einem Terror-Gefängnis des CIA festgehalten. Dort musste er schwerste Erniedrigungen, Folter und Vergewaltigungen über sich ergehen lassen. Nach seiner Freilassung wurde al-Masri von den deutschen Behörden zunächst fallengelassen. Er wurde daher nach Absprache mit den US-Behörden ohne jegliche finanzielle Mittel im albanischen Wald aussetzt. Als er es wie durch ein Wunder schaffte, wieder nach Deutschland zu kommen, unterstellte ihm der SWR in seinem Magazin "Report Mainz" am 16. Oktober 2006, einem Netz von Terroristen angehört zu haben. Als die Fragen um eine Mitschuld der deutschen Behörden bei der Verschleppung eines deutschen Staatsbürgers immer lauter wurden, kam es im Januar 2007 vor dem Amtsgericht in München zu Haftbefehlen gegen die 10 beteiligten CIA-Mitarbeiter. Diese wurden mittlerweile von den spanischen Behörden enttarnt und in 186 Interpol-Staaten zur Fahndung ausgeschrieben. Freilich ist die Angelegenheit immer noch eine Farce, weil die USA angekündigt haben, die Auslieferungspflicht aus dem Interpolabkommen zu verweigern. Die deutsche Seite leistete dabei einmal mehr Beihilfe, weil sie daraufhin auf einen Auslieferungsantrag verzichtet hat. Als besonders "williger Helfer" erwies sich hierbei Wolfgang Schäuble, der seinem eigenen Land mit einem Veto gedroht hatte. Außerdem verweigerten die deutschen Behörden al-Marsi zunächst psychologische Hilfe, was bei einem solch schweren Trauma mehr als unüblich ist. Al-Marsi, der vor seiner Verschleppung keiner Fliege etwas zu Leide tun konnte, war mit seinem inneren Krieg somit auf sich allein gestellt. Dann kam, was kommen musste: Ende 2007 wurde er in Folge dessen vom Landgericht Memmingen zu zwei Jahre auf Bewährung wegen Hausfriedensbruch, Brandstiftung und Körperverletzung verurteilt. Die Prophezeiung des SWR schien sich erfüllt zu haben. Leider ist das aber kein Film, sondern das Leben von Khaled al-Masri. Kurz gesagt: Es war "Schweinejournalismus", der eine "Self Filling Prophecy" ausgelöst hat... Glücklicherweise gab es anders wie im Film "The War Within" immerhin keine Todesopfer. Außerdem erkannten die Behörden diesmal, dass sein Verhalten eine Folge des Traumas und des ihm widerfahrenen Unrechts war. Die Therapie wurde bewilligt, und al-Masri erhielt somit eine Chance, in sein Leben zurückzufinden. Das Gericht stellte jedoch ebenfalls völlig zu Recht fest, dass dies keine Rechtfertigung dafür sein könne, Anderen selbst Unrecht zuzufügen.

Dieses Fazit zieht auch der Film "The War Within". Einerseits kann widerfahrenes Unrecht oder Religionsauslegung keine Rechtfertigung für Terror an Unschuldigen sein. Ansonsten entsteht eine Gewaltspirale, die endlos fortgeführt werden kann. Andererseits muss der Westen aber auch eingestehen, dass er bei der sogenanten "Antiterrorpolitik" teilweise selbst ein "Dämon" war...

Der "liberale" Rechtsaußen Geert Wilders:

Ob er hier gerade an seiner eigenen Dummheit verzweifelt?

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Das Gegenteil von Jospeh Castelos Film wäre Geert Wilders Schandwerk "Fitna". Hier werden Klischees verbraten und die Kulturen auf "Steinzeitniveau" in gut und böse unterteilt. Dem holländischen EU-Abgeordneten ist die Individualität von Menschen anscheinend zu kompliziert, weshalb er uns mit seiner "astreinen Zelluloidverschwendung" versucht, die "islamische Weltverschwörung" zu erklären. Allerdings will ihn gerade in Ländern, die er als Hochkulturen schätzt, niemand mehr sehen, weshalb Wilders im Februar 2009 ein Einreiseverbot in Großbritannien erhalten hat. Im Januar 2009 wurde sogar vom Amsterdamer Gerichtshof seine strafrechtliche Verfolgung angeordnet. Er wiederum sieht sich nun als politisch Verfolgter und möchte von uns über den Kopf gestreichelt werden... Dabei kann offen bleiben, ob Wilders nun wirklich die öffentliche Sicherheit gefährdet. Sein Film wurde bereits im März 2008 veröffentlicht und war den meisten von uns nur ein müdes Lächeln oder bestenfalls Kopfschütteln wert. Die erwarteten Ausschreitungen seitens der Muslime wie nach der Veröffentlichung der Mohammedkarikaturen blieben ebenfalls aus.

Daraus kann ich nur den Schluss ziehen, dass die Muslime und der Westen insgesamt dazu gelernt haben. Die Feindbilder werden langsam, aber sicher über Board geworfen. Mann kann Muslime oder ihre Religion nämlich nicht zu etwas machen, was sie im Normalfall gar nicht sind. Das Prinzip der "Self Filling Prophecy" kann nur in einer kranken Welt funktionieren. Durch den neuen US-Präsidenten Barack Obama hat der Westen die Chance, wieder zu einer "zivilisierten Welt" zu werden, die ihren Namen verdient. Daher halte ich es für richtig, wenn Wilders jetzt schon die rote Karte bekommt...

Herzlichst
Ihr Punisher


Quellen

Report Mainz am 16.10.2006

Artikel bei der Washington Post vom 04.12.2005

Artikel beim Spiegel vom 31.01.2007

Artikel beim Spiegel vom 21.05.2007

Artikel beim Spiegel vom 24.09.2007

Artikle beim Spiegel vom 11.12.2007

Artikle bei Focus Online vom 17.05.2007

Artikel bei der Südwest Presse vom 12.12.2007

Artikel bei der TAZ vom 15.02.2009

http://de.wikipedia.org/wiki/Khaled_al-Masri


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